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Training in Systemischer Aufstellungsarbeit

Ein neues Training beginnt in 2015
mit Ramateertha Doetsch

Die Arbeit Bert Hellingers – ursprünglich als das "Familienstellen" bekannt geworden – hat sich über die Jahre weiterentwickelt und findet heute in vielen Bereichen der Arbeit mit Menschen Anwendung, so zum Beispiel in vielen therapeutischen Einrichtungen und psychosomatischen Kliniken. Sie ist jedoch weitaus mehr als eine therapeutische Methode, die sich in Regeln und Gebrauchsanweisungen erfassen und weitervermitteln lässt.

Die von uns geschaffenen "Ordnungen" – seien es die Ordnungen in unserer Familie, in unserer Arbeit, in der Gesellschaft oder auch Ordnungen, aus denen heraus wir unser Leben gestalten – leiten sich oft aus Bildern und altem Wissen her, das wir als Information in die Datenbank unseres Bio-Computers eingespeist haben. Nicht selten dient dieses Wissen dem Schutz vor dem Unbekannten oder der Erhaltung des Status quo. Es enthält Ideale und Vorstellungen – Helden und Heilige, Täter und Tyrannen, Betroffene und Opfer –, die Antworten auf Situationen und Dogmen der Vergangenheit waren.

Das Leben ist aber immer neu, immer frisch. Es nutzt die Vergangenheit nicht als Ideal oder Modell für die Gegenwart. Die Antworten von gestern sind heute irrelevant. Ohne die alten Ordnungen erleben wir uns im Chaos‚ das man auch als den Zustand des "Nicht-Wissens" bezeichnen kann. Aus diesem Chaos heraus entwickeln sich jedoch Ordnungen oder "Lösungen", die frei sind von der Tyrannei der Vergangenheit und die den "Ordnungen der Liebe" von Bert Hellinger entsprechen.

Der aus dem Osten stammende Begriff des Tao deutet auf dieses Chaos als ein Prinzip, das die ganze Existenz miteinander verbindet. Er weist auf eine natürliche Harmonie und Intelligenz hin, die im großen Ganzen wirksam ist. Aufstellungen geschehen in diesem Raum, in dem wir uns mit der transformierenden Kraft des Tao – des Bewusstseins – verbinden. Es ist ein meditativer Prozess. Das Ich als vom Ganzen getrennte Einheit tritt zurück. Wir erkennen an, was ist, und verzichten darauf, zu werten, zu urteilen, zu kontrollieren. Wir können unsere eigenen Muster und Bewertungen entspannt beobachten und in diesem Raum geschieht wahre Entwicklung.

Auf diese Weise ist es nur folgerichtig, die Aufstellungsarbeit in den Dienst des inneren Wachstums zu stellen. Es geht nicht mehr darum, mittels einer Aufstellung bestimmte "Probleme" oder Symptome loswerden zu wollen, sondern sich tief auf das einzulassen, was das Leben gerade zeigen und lehren will.

In der Aufstellungsarbeit hat sich Ramateertha ganz dieser "existenziellen Sprache" gewidmet. Es geht darum, diese Sprache verstehen zu lernen und zu achten. Es gilt auch, zu lernen, was ein offenes Herz und ein nicht urteilender Verstand bedeuten.

An diesem Punkt ist die Arbeit des Aufstellens ein Prozess, der einer tiefen meditativen Haltung entspricht: Im Anerkennen dessen, was ist, liegt ein Schlüssel, der den Aufstellungen eine ganz eigene Kraft und Magie verleiht. Dieser Aspekt steht neben der Vermittlung von Know-how und Technik im Zentrum dieses Trainings.

 

"Mit dem Familienstellen hat Bert Hellinger so etwas wie eine neue – oder auch "alte" – existenzielle Sprache (wieder-)gefunden. In ihr und mit ihr können wir das Leben in einer tiefen und manchmal fast schonungslos erschreckenden Weise zu uns sprechen lassen. Man muss allerdings bereit sein, wirklich zuzuhören oder besser: ohne manipulierende "Brillen" wirklich hinzusehen. Zu dieser Bereitschaft gehört ein offenes Herz und ein nicht urteilender Verstand."
Ramateertha

 
Trainingsinhalte

  • Das Vorgespräch:
    – Wann ist eine Aufstellung sinnvoll?
    – Zuhören lernen: Was wird gesagt? Was wird nicht gesagt?
    – Das Thema der Sitzung auf den Punkt bringen
    – Klären: Herkunfts- oder Gegenwartssystem? Wer gehört zum System?
    – Was stelle ich auf?
  • Arbeit im "wissenden Feld":
    – Herkunftssysteme, Gegenwartssysteme
    – Haltung des Therapeuten im "wissenden Feld"
    – Schulung der Wahrnehmung im "wissenden Feld"
    – Verständnis der Grundordnungen
  • Die Aufstellungsarbeit in der Einzelsitzung:
    – die Arbeit mit Kissen
    – Führung des Klienten
    – themenbezogene Arbeit
  • Die Aufstellungsarbeit bezogen auf:
    – Krankheiten, Krankheitssymptome, Körperorgane, Ängste, Süchte, Essstörungen, Missbrauchssituationen, Täter-Opfer-Dynamik
  • Die Bewegungen der Seele:
    – Zulassen der Bewegung im "wissenden Feld", Präsenz, Raum und Zeit, Begriff der "Lösung", Entwicklung
  • Arbeiten aus der Mitte heraus:
    – Meditation, Stille, "doing by non-doing", der Weg des Tao, Vertrauen
  • Die Aufstellungsarbeit im Kontext von:
    – Organisationen, Firmen, Teams und der Arbeitswelt allgemein, z.B. Führung, Beziehungen zu Mitarbeitern, zu Geld etc.
  • Therapeutisches Grundwissen: Projektion, Übertragung, Gegenübertragung, medizinische Aspekte bei Klienten, psychiatrische Situationen
  • Supervisionsarbeit

Termine:

Werden noch bekanntgegeben.

@2007 Osho UTA Institut für spirituelle Therapie und Meditation  |  Impressum